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Elternzeit durchrechnen: Elterngeld, Kosten und Rücklage im Gesamtbild

Elternzeit mit eigenen Zahlen durchspielen: Elterngeld aus dem offiziellen Rechner übernehmen, Kosten fürs Kind ergänzen und sehen, ob die Rücklage reicht.

Veröffentlicht von Adrian Vogel · Lesedauer: ca. 11 Minuten · Stand: Oktober 2026 · Rechtsraum: Deutschland

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Vorab: Diese Anleitung ist keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Welches Elterngeld dir zusteht, entscheidet die Elterngeldstelle deines Bundeslands. Das ist das Amt, bei dem du den Antrag stellst. Die Regeln unten beschreiben den Stand Oktober 2026. Sie gelten für Geburten ab dem 1. April 2025. OWNAMIC rechnet mit den Zahlen, die du einträgst. Es beschreibt, es berät nicht.

In Kürze:

  • Am Ende siehst du, ob eure Rücklage für die Elternzeit reicht.
  • Du brauchst die Ergebnisse aus dem offiziellen Elterngeldrechner und eure Kostenschätzung.
  • Die Vorbereitung dauert etwa 30 Minuten.
  • OWNAMIC berechnet kein Elterngeld, keine Steuern und stellt keinen Antrag.

Wie das Gesamtbild grundsätzlich rechnet, steht im Beitrag Vermögensentwicklung fortschreiben: mehr als der Kontostand. Hier geht es um eine Frage, die sich viele werdende Eltern stellen. Was macht ein Jahr Elternzeit mit unseren Einnahmen, Ausgaben und unserem Vermögen? Und reicht unsere Rücklage dafür?

Ein Vater hebt lachend sein Baby in die Luft, die Mutter umarmt ihn, im Hintergrund Wasser und Himmel
Die Zeit mit dem Kind lässt sich nicht nachholen. Die Zahlen dahinter lassen sich vorher durchrechnen.

Was du wissen solltest

Elterngeld ersetzt einen Teil des Einkommens, nicht das ganze. Elterngeld zahlt der Staat, wenn du nach der Geburt weniger oder gar nicht arbeitest. Die Grundform heißt Basiselterngeld. Es beträgt meist 65 bis 67 % deines Nettoeinkommens vor der Geburt. 67 % gelten bei einem Elterngeld-Netto zwischen 1.000 und 1.200 €. Ab 1.240 € sind es 65 %. Unter 1.000 € steigt der Satz bis auf 100 %. Das Basiselterngeld liegt zwischen 300 € und 1.800 € im Monat. Das ElterngeldPlus liegt zwischen 150 € und 900 €. Wichtig: Das Elterngeld-Netto ist nicht der Betrag auf deinem Kontoauszug. Die Elterngeldstelle rechnet es aus deinem Brutto mit festen Pauschalen aus.

Es gibt eine Einkommensgrenze. Sie gilt für Geburten ab dem 1. April 2025. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen im Kalenderjahr vor der Geburt. Das ist das Einkommen, das nach allen Abzügen im Steuerbescheid steht. Liegt es über 175.000 €, gibt es kein Elterngeld. Bei Paaren zählt die Summe beider Einkommen. Für Alleinerziehende gilt dieselbe Grenze.

So lange kann gezahlt werden.

  • Basiselterngeld: Zusammen gibt es bis zu 14 Monate. Dafür müssen beide Eltern Elterngeld nehmen. Und bei einem muss das Einkommen nach der Geburt sinken. Ein Elternteil kann mindestens 2 und höchstens 12 Monate nehmen. Alleinerziehende können die 14 Monate allein nutzen. Gezahlt wird nur in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes.
  • Gleichzeitig: Beide Eltern können Basiselterngeld nur einen Monat lang gleichzeitig bekommen. Dieser Monat muss in den ersten zwölf Lebensmonaten liegen. Ausnahmen gibt es etwa bei Mehrlingen und Frühgeburten.
  • ElterngeldPlus: Aus einem Monat Basiselterngeld werden zwei Monate ElterngeldPlus. Du bekommst dann höchstens den halben Betrag. Das lohnt sich vor allem, wenn du in Teilzeit arbeitest. Während du es bekommst, darfst du bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Partnerschaftsbonus: Das sind Extramonate für Paare. Arbeiten beide Eltern gleichzeitig 24 bis 32 Stunden pro Woche? Dann bekommt jeder zwei bis vier zusätzliche Monate ElterngeldPlus.

Mutterschutz kommt zuerst. Mutterschutz ist eine Schutzzeit rund um die Geburt. In dieser Zeit müssen Mütter nicht arbeiten. In den acht Wochen nach der Geburt bekommen angestellte Mütter Mutterschaftsgeld. Dazu kommt ein Zuschuss vom Arbeitgeber. Zusammen ist das meist so viel wie das bisherige Netto. Diese Leistungen werden mit dem Elterngeld verrechnet. Die Lebensmonate mit Mutterschaftsgeld zählen als Monate mit Basiselterngeld der Mutter.

Auf Elterngeld zahlst du keine Steuer. Es erhöht aber den Steuersatz. Das nennt man Progressionsvorbehalt (§ 32b Einkommensteuergesetz, EStG). Das Finanzamt rechnet das Elterngeld nur zur Bestimmung des Steuersatzes mit ein. Dein übriges Einkommen im Jahr wird dann mit einem höheren Satz besteuert. Das kann im Folgejahr zu einer Nachzahlung führen. Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung, also Geld, das den Lohn ersetzt. Bekommst du mehr als 410 € davon im Jahr, musst du eine Steuererklärung abgeben.

Kindergeld kommt dazu. Seit dem 1. Januar 2026 sind es 259 € pro Kind und Monat.

Rückwirkend gibt es nur drei Monate. Stellst du den Antrag spät, zahlt die Elterngeldstelle nur für die letzten drei Lebensmonate vor dem Monat, in dem der Antrag eingeht.

Ein Kind kostet laufend Geld. Das Statistische Bundesamt hat dazu Zahlen. Paare mit einem Kind gaben 2018 im Schnitt 763 € im Monat für das Kind aus. Seitdem sind die Preise gestiegen. Und die Unterschiede zwischen Haushalten sind groß. Nimm deshalb deine eigenen Schätzungen. Das gilt vor allem für die Kita. Ihre Gebühren sind je nach Gemeinde sehr verschieden.

Vorbereitung: diese Zahlen brauchst du (30 Minuten)

  • die Ergebnisse aus dem offiziellen Elterngeldrechner im Familienportal. Rechne für jeden Elternteil und jedes Modell, das ihr ernsthaft überlegt. Beispiele: 12 + 2 Monate oder 7 + 7 Monate, mit oder ohne ElterngeldPlus.
  • den voraussichtlichen Geburtstermin und das Ende des Mutterschutzes
  • eure Schätzung für Erstausstattung, laufende Kosten und Kita
  • wenn du privat krankenversichert bist: deinen Beitrag ohne Zuschuss vom Arbeitgeber. Der Zuschuss fällt in der unbezahlten Elternzeit weg. Gesetzlich Pflichtversicherte zahlen während des Elterngelds meist keine Beiträge. Kläre deinen Fall mit deiner Krankenkasse.

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Schritt 1: Den Ist-Zustand vollständig erfassen

Ein Szenario ist nur so gut wie der Status quo darunter. Das Gesamtbild braucht mindestens Einnahmen und Fixkosten. Fixkosten sind feste Kosten, die jeden Monat anfallen. Fehlt eins davon, bleibt die Grafik grau und ohne Beträge.

Gehalt erfassen:

  1. Tippe auf Plus und dann auf Manuell.
  2. Wähle Einkommen. Unter Genauer gesagt wählst du den Typ Gehalt.
  3. Gib einen Namen ein, z. B. „Gehalt Lena".
  4. Unter Betrag trägst du das Netto ein, also was jeden Monat auf dem Konto ankommt.
  5. Als Intervall wählst du Monatlich.

Das Feld Bruttobetrag kannst du ausfüllen. Das Gesamtbild rechnet aber nur mit dem Betrag. Lebt ihr zu zweit? Dann legst du für jeden ein eigenes Gehalt an. Das brauchst du später für die Monate des zweiten Elternteils.

Fixkosten und Konten. Miete, Versicherungen und Abos erfasst du unter Ausgaben für Dienstleistungen. Konten und Tagesgeld erfasst du unter Finanzwerte mit ihrem Kontostand. Euer Erspartes ist die Rücklage. Aus ihr deckt das Gesamtbild ein Minus. Ein eigenes Objekt „Rücklage" brauchst du nicht.

Prüfen. Öffne in der Edition Finanzen die Seite Gesamtbild. Unter Details zeigt die Datengrundlage, welche Arten von Eingaben erfasst sind. Fehlen variable Kosten, warnt das Gesamtbild. Variable Kosten sind Ausgaben, die jeden Monat anders sind. Was du nicht erfasst hast, zählt als Null. Dann sieht die Kurve zu gut aus.

Schritt 2: Ein Szenario aus der Vorlage „Elternzeit" anlegen

Ein Szenario ist ein Was-wäre-wenn mit deinen echten Daten.

  1. Scroll im Gesamtbild unter Details zur Szenario-Leiste mit Status quo und Szenario.
  2. Tippe auf das + daneben (Neues Szenario).
  3. Im Reiter Vorlage wählst du Elternzeit.

Die Vorlage legt ein Szenario-Objekt Einkommen ändern an. Darin sinkt das größte Einkommen auf zwei Drittel, höchstens 1.800 € im Monat. Das beginnt am nächsten Quartalsbeginn und dauert zwölf Monate. Das ist nur ein Richtwert. Er lässt einiges weg: die 65-%-Stufe, den Mindestbetrag, das Elterngeld-Netto und den Mutterschutz. Den genauen Betrag trägst du im nächsten Schritt ein.

Gib dem Szenario oben unter Name einen klaren Namen, z. B. „Elternzeit 2027, 12 + 2". Der Name wird lesbar gespeichert. Die Zahlen werden verschlüsselt.

Schritt 3: Das Elterngeld aus dem Rechner eintragen

Im Reiter Szenario-Objekte steht jetzt die Karte Einkommen ändern. Prüf drei Felder:

  • Bezieht sich auf: Die Vorlage wählt das größte Einkommen. Nimmt der Elternteil mit dem kleineren Gehalt die längere Elternzeit? Dann stellst du es hier um.
  • Neuer Monatsbetrag: Trag das Basiselterngeld aus dem offiziellen Rechner ein. Mit Änderung in Prozent gibt es auch eine Eingabe in Prozent. Für Elterngeld ist der feste Betrag aus dem Rechner aber genauer.
  • Ab und Bis: Bei der Mutter beginnt die Änderung erst nach dem Mutterschutz. Das ist etwa acht Wochen nach dem Geburtstermin. Bis dahin läuft das Gehalt im Szenario weiter. Das kommt dem Mutterschaftsgeld mit Zuschuss vom Arbeitgeber nahe.

Beispiel (erfunden): Lena verdient 2.600 € netto. Der Elterngeldrechner nennt ihr 1.600 € Basiselterngeld. Dann fehlen ihr 1.000 € im Monat.

Ein Hinweis zur Genauigkeit: Elterngeld wird nach Lebensmonaten des Kindes gezahlt. Ein Lebensmonat läuft vom Geburtstag bis zum Tag vor dem gleichen Datum im nächsten Monat. Das Gesamtbild rechnet aber in Kalendermonaten. Leg die Daten so, dass sie die Lebensmonate möglichst gut treffen. Ein paar Tage Abweichung ändern das Bild kaum.

Schritt 4: Weitere Phasen und den zweiten Elternteil ergänzen

Unter Szenario-Objekt hinzufügen fügst du mit Einkommen ändern jede weitere Phase hinzu:

  • ElterngeldPlus mit Teilzeit: Leg ein zweites Einkommen ändern auf demselben Gehalt an. Es beginnt am Ende der ersten Phase. Als Neuer Monatsbetrag trägst du Teilzeit-Netto plus ElterngeldPlus ein. Beides kommt aus dem Rechner.
  • Partnermonate: Leg ein Einkommen ändern auf dem Gehalt des zweiten Elternteils an. Zum Beispiel für zwei Monate mit dessen Elterngeld.
  • Partnerschaftsbonus: Leg auf beiden Gehältern je ein Einkommen ändern für dieselben Monate an. Der Betrag ist jeweils Teilzeit-Netto plus Bonus.

Für dasselbe Einkommen dürfen sich die Zeiträume nicht überschneiden. Sonst meldet der Editor: „überschneidet sich mit einer anderen Änderung desselben Einkommens." Auf zwei verschiedenen Gehältern dürfen Zeiträume gleichzeitig laufen. Das brauchst du für den gemeinsamen Monat und den Partnerschaftsbonus.

Schritt 5: Kindergeld und neue Kosten hinzufügen

Mit Einnahme und Ausgabe trägst du ein, was mit dem Kind dazukommt. Jedes Objekt hat Bezeichnung, Betrag, Intervall, Ab und Bis.

Szenario-Objekt Beispiel Intervall
Einnahme „Kindergeld" 259 € ab Geburtsmonat pro Monat
Ausgabe „Erstausstattung" Kinderwagen, Bett, Kleidung einmalig
Ausgabe „Kind laufend" Windeln, Kleidung, Essen, ab Geburt pro Monat
Ausgabe „Kita" ab dem geplanten Betreuungsbeginn pro Monat
Ausgabe „PKV ohne Zuschuss" nur bei Privatversicherung, während der Elternzeit pro Monat
Ausgabe „Steuernachzahlung" geschätzt, im Folgejahr einmalig

PKV steht für private Krankenversicherung. Die Steuernachzahlung entsteht durch den Progressionsvorbehalt. Ihre Höhe schätzt du mit einem Steuerrechner. Oder du fragst deine Steuerberatung. OWNAMIC rechnet keine Steuern. Ohne diese Zeile kann das Szenario zu gut aussehen.

Eine einmalige Einnahme oder Ausgabe braucht ein Datum in der Zukunft. Sonst meldet der Editor „das Datum liegt in der Vergangenheit." Was schon bezahlt ist, erfasst du als echtes Objekt.

Schritt 6: Sparpläne aussetzen (optional)

Viele Eltern pausieren in der Elternzeit ihren ETF-Sparplan. Ein ETF ist ein Fonds, der einen Börsenindex nachbildet.

  1. Öffne im Reiter Meine Objekte die Gruppe Sparpläne & geplante Käufe/Verkäufe.
  2. Schalte den Plan nur für dieses Szenario aus.
  3. Für den Neustart fügst du ein Szenario-Objekt Sparplan auf dasselbe Depot hinzu. Es beginnt im Monat nach der Elternzeit.

Genauso schaltest du in Meine Objekte alles aus, was im Szenario nicht zählen soll. Deine echten Objekte bleiben, wie sie sind.

Schritt 7: Übernehmen und das Ergebnis lesen

Unten im Editor siehst du unter In diesem Szenario schon die Summen pro Monat. Das sind Einnahmen, Fixkosten, Sparraten, Restschuld heute und der Unterschied zum Status quo. Dann wählst du:

  • Übernehmen, um das Szenario anzusehen, ohne es zu speichern, oder
  • Speichern & übernehmen, um es dauerhaft abzulegen.

Solange das Szenario aktiv ist, hat das Gesamtbild einen gestrichelten Rahmen. Oben steht das Banner Szenario „Elternzeit 2027, 12 + 2". Jede Zahl ist mit „≈" markiert. So liest du das Ergebnis:

  • Die graue Linie ist der Status quo (Vergleich). Der Abstand zur Szenario-Linie zeigt, was die Elternzeit am Nettovermögen verändert. Nettovermögen ist alles, was du hast, minus deine Schulden.
  • Gegenüber Status quo nach … J. nennt den Unterschied am Ende des Zeitraums.
  • Jahres-Überschuss / -Defizit unter Details: Im Jahr der Elternzeit wird der Balken kleiner oder rot. Ein rotes Jahr heißt: Ihr lebt dann von der Rücklage.
  • Kategorien: In der Ansicht nach Kategorien siehst du, wie die Geld- & Vermögenswerte schrumpfen. Immobilie und Depot bleiben gleich.
  • Liquide Mittel in Jahr … aufgebraucht: Liquide Mittel ist Geld, an das du schnell kommst. Diese rote Warnung erscheint, wenn das Geld auf den Konten nicht reicht. Ab diesem Monat endet die Kurve. Das Gesamtbild rechnet nicht damit, dass du andere Werte verkaufst oder einen neuen Kredit aufnimmst.

Im erfundenen Beispiel fehlen gegenüber heute 1.000 € Einkommen im Monat. Dazu kommen 400 € neue Kosten. Davon gehen 259 € Kindergeld ab. Das sind rund 1.140 € im Monat. Über zwölf Monate sind es etwa 13.700 €. Erst wenn die Rücklage deutlich größer ist, bleibt Platz für Unerwartetes.

Schritt 8: Varianten vergleichen

Ein Szenario allein beantwortet selten die eigentliche Frage. Die lautet meist: Welche Aufteilung passt zu uns?

  • Mit dem Symbol Szenario duplizieren im Banner kopierst du ein gespeichertes Szenario. In der Kopie änderst du nur die Phasen, z. B. 7 + 7 statt 12 + 2.
  • Über Szenario wählen … in der Szenario-Leiste wechselst du zwischen den Varianten. Mit Zum Status quo kehrst du zurück.
  • Bis zu zwanzig Szenarien je Konto sind möglich. Jeder Seitenaufruf beginnt im Status quo.

Typische Fehler

  • Das Brutto statt des Nettos eintragen. Das Gesamtbild rechnet mit dem Betrag am Gehalt. Steht dort das Brutto, ist jeder Überschuss zu hoch.
  • Die Vorlage für das Ergebnis halten. Zwei Drittel, höchstens 1.800 €: Das ist ein Platzhalter, kein Bescheid.
  • Den Mutterschutz vergessen. Beginnt die Änderung schon am Geburtstermin, fehlen im Szenario zwei Monate Einkommen. In Wirklichkeit fließt dieses Geld aber.
  • Nur das Einkommen ändern. Ohne Kosten fürs Kind und Steuernachzahlung sieht die Elternzeit besser aus, als sie ist.
  • Überschneidende Phasen. Zwei Änderungen auf demselben Gehalt im selben Monat lehnt der Editor ab. Lass die zweite Phase am Tag nach dem Ende der ersten beginnen.

Was OWNAMIC dabei nicht tut

  • OWNAMIC berechnet kein Elterngeld. Es kennt weder dein Elterngeld-Netto noch die Regeln deiner Elterngeldstelle. Die Zahl kommt aus dem offiziellen Rechner und später aus deinem Bescheid.
  • OWNAMIC rechnet keine Steuern. Den Progressionsvorbehalt prüft das Finanzamt, nicht die App. Das gilt auch für den Vergleich von Kindergeld und Kinderfreibetrag. Der Kinderfreibetrag ist ein Betrag, der dein Einkommen für die Steuer senkt.
  • OWNAMIC stellt keinen Antrag. Es erinnert dich auch nicht an die Frist von drei Monaten. Eine Frist kannst du als Ereignis an einem Objekt festhalten.
  • Auch der neue Betrag wächst mit. Ein geänderter Betrag steigt mit dem eingestellten Einkommenswachstum, wie jedes Einkommen. Das Elterngeld tut das in Wirklichkeit nicht. Über ein Jahr ist der Unterschied klein.
  • Ein Szenario ist keine Zusage. Es zeigt, was aus deinen Zahlen folgt, wenn alles so kommt wie eingetragen.

Checkliste zum Mitnehmen

  • Elterngeldrechner für jeden Elternteil und jedes Modell ausgefüllt, Ergebnisse notiert
  • Einkommensgrenze (175.000 € zu versteuerndes Einkommen) geprüft
  • Gehälter netto als Gehalt erfasst, je Elternteil ein Objekt
  • Fixkosten und Konten erfasst, Datengrundlage ohne Lücke bei Einnahmen und Fixkosten
  • Szenario aus der Vorlage Elternzeit angelegt und benannt
  • Einkommen ändern auf das richtige Gehalt gesetzt, Betrag aus dem Rechner, Beginn nach dem Mutterschutz
  • Weitere Phasen (ElterngeldPlus, Partnermonate, Partnerschaftsbonus) ohne Überschneidung ergänzt
  • Kindergeld, Erstausstattung, laufende Kosten, Kita und ggf. Steuernachzahlung eingetragen
  • Sparplan für die Elternzeit ausgesetzt und Neustart geplant
  • Ergebnis mit dem Status quo verglichen, Variante dupliziert
  • Elterngeldantrag rechtzeitig gestellt (rückwirkend nur drei Monate)

Weiterlesen: Vermögensentwicklung fortschreiben: mehr als der Kontostand · Fortschritt dokumentieren · Vermögen im Blick

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Quellen

Beträge und Regeln gelten für Geburten ab dem 1. April 2025, Stand Oktober 2026. Sie können sich ändern, und im Einzelfall gelten Ausnahmen. Verbindlich ist der Bescheid deiner Elterngeldstelle.

Häufige Fragen

Rechnet OWNAMIC mein Elterngeld aus?

Nein. Das Elterngeld hängt vom Elterngeld-Netto ab, vom gewählten Modell und von Teilzeit. Dafür gibt es den offiziellen Elterngeldrechner im Familienportal des Bundes. Das Ergebnis trägst du im Szenario unter „Einkommen ändern" als „Neuer Monatsbetrag" ein. Die Vorlage „Elternzeit" setzt nur einen groben Richtwert: zwei Drittel, höchstens 1.800 € im Monat.

Wie bilde ich ElterngeldPlus oder Partnermonate ab?

Mit mehreren Szenario-Objekten „Einkommen ändern". Jede Phase bekommt ein eigenes Objekt mit eigenem Zeitraum und Betrag. Für dasselbe Einkommen dürfen sich die Zeiträume nicht überschneiden. Die Monate des zweiten Elternteils legst du auf dessen Gehalt an.

Verändert ein Szenario meine echten Objekte?

Nein. Ein Szenario beschreibt nur Abweichungen von deinen echten Daten. Du blendest Objekte nur für dieses Szenario aus. Und du fügst gedachte Szenario-Objekte hinzu. Jeder Seitenaufruf beginnt im Status quo, also beim Stand ohne Szenario. Gespeicherte Szenarien wählst du in der Szenario-Leiste wieder aus.

Woran sehe ich, ob unsere Rücklage reicht?

An drei Stellen. An den roten Balken im Jahres-Überschuss. An den Geldwerten in der Ansicht „Kategorien". Und an der Warnung „Liquide Mittel in Jahr … aufgebraucht", falls das Geld vorher ausgeht. Die Kachel „Gegenüber Status quo" nennt den Unterschied am Ende des Zeitraums.

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