Veröffentlicht von Adrian Vogel · Lesedauer: ca. 12 Minuten · Stand: Oktober 2026
Vorab: Diese Anleitung ist keine Rechtsberatung. Was du in OWNAMIC unter „Gedacht für“ notierst, ist ein persönlicher Wunsch, kein Testament. Willst du etwas verbindlich regeln, brauchst du ein Testament. Es muss die Form einhalten, die das Gesetz vorschreibt. Bei Fragen helfen Notarin oder Notar und Fachanwältinnen und Fachanwälte für Erbrecht.
In Kürze:
- Am Ende ist dein Besitz sortiert, Wichtiges hat eine Geschichte.
- Du brauchst ein Gespräch mit der Familie und dein Handy.
- Plane Wochen und Monate, etwa einen Raum pro Wochenende.
- OWNAMIC entscheidet nicht für dich und ersetzt kein Testament.
Warum du zu Lebzeiten entscheiden solltest, was von deinen Gegenständen bleibt, steht im Beitrag Döstädning: zu Lebzeiten entscheiden, was bleibt. Dort geht es um das Warum. Den Marktwert kann man auch später noch ermitteln. Die Bedeutung aber verschwindet mit dem Menschen. Dieser Beitrag ist der praktische Teil. Er zeigt die Reihenfolge, die Klicks in OWNAMIC und die Grenzen.
Was du über Döstädning wissen solltest
Döstädning setzt sich aus den schwedischen Wörtern für „sterben“ und „Reinigen“ zusammen. Bekannt wurde das Wort durch ein Buch der Schwedin Margareta Magnusson. Auf Deutsch erschien es 2018 als Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen. Auf Englisch heißt es Swedish death cleaning. Für die Praxis sind sechs Gedanken aus dem Buch wichtig:
- Du entscheidest, solange du kannst. Sonst entscheiden später andere. Oft tun sie das unter Zeitdruck und ohne zu wissen, was dir etwas bedeutet hat.
- Groß anfangen, Erinnerungen zuletzt. Magnusson rät, mit großen Gegenständen anzufangen. Dazu gehören große Gruppen wie Möbel und Kleidung. Fotos und Briefe halten dich am Anfang auf. Du fängst an, dich zu erinnern, statt zu sortieren.
- Eine Leitfrage. Sinngemäß: Wird jemand, den ich kenne, glücklicher sein, wenn ich das aufhebe? Wenn nicht, darf es gehen.
- Weitergeben zu Lebzeiten. Was jemand haben möchte, gibst du persönlich weiter, solange ihr beide etwas davon habt. Magnusson rät, offen mit der Familie darüber zu sprechen.
- Die Wegwerfbox. Das ist eine Schachtel, etwa so groß wie ein Schuhkarton. Hinein kommen Gegenstände, die nur dir etwas bedeuten, etwa alte Briefe. Du beschriftest sie. So kann die Familie sie später ungeöffnet entsorgen.
- Keine Last hinterlassen. Dazu gehören auch Gegenstände, die Angehörige verletzen oder in Verlegenheit bringen könnten. Und das digitale Leben: Konten, Zugänge, Fotos auf Geräten.
Es gibt kein Mindestalter. Plane in Wochen und Monaten, nicht in einem Wochenende.
Vorbereitung: mit der Familie sprechen (30 Minuten)
Bevor du etwas anklickst, sprich mit den Menschen, die einmal betroffen wären. Wer möchte etwas Bestimmtes haben? Notier dir Namen und Gegenstände. Du brauchst sie in Schritt 4. Was will niemand? Das ist oft mehr, als man denkt. Und wer soll später wissen, was es gibt? Diesen kleinen Kreis lädst du in Schritt 8 ein.
Leg dann die Reihenfolge fest: erst Keller, Dachboden und Garage. Dann Kleiderschrank, Küche und Wohnräume. Ganz am Ende kommen Fotos und Briefe.
Schritt 1: Ordnung & Vorsorge einrichten
OWNAMIC hat für diese Methode eine eigene Edition: Ordnung & Vorsorge. Bei neuen Konten wählst du sie beim ersten Start. Bei bestehenden Konten wechselst du über den Edition-Knopf oben in der Kopfzeile (OWNAMIC Editionen).
- Wähle beim ersten Start Erst die Struktur anlegen, dann Dinge hinzufügen und dann Struktur anlegen. Später findest du denselben Weg über Plus → Template.
- Im Vorlagen-Assistenten ist die Vorlage Ordnung & Vorsorge schon ausgewählt. Lass auch Zuhause angehakt. Tippe auf Weiter.
- Bei Ordnung & Vorsorge wählst du unter Name einen der Vorschläge, etwa „Ordnung & Vorsorge“, „Loslassen“ oder „Wohnungsauflösung“. Unter Was kommt hinein? stehen die drei Sammlungen Behalten, Verkaufen oder Verschenken und Entsorgen. Lass sie so.
- Bei Zuhause ergänzt du mit Eigenes hinzufügen, was fehlt: Keller, Dachboden, Flur, Abstellraum. Die Vorlage bringt Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Badezimmer, Garage und Garten schon mit.
- Struktur erstellen.
Wichtig: Füge Räume nicht unter „Ordnung & Vorsorge“ hinzu. Das gilt auch, wenn das Eingabefeld dort „z. B. Dachboden“ vorschlägt. Was unter den drei Stapeln liegt, bietet OWNAMIC nicht zum Sortieren an. Räume gehören ins Zuhause.
Danach zeigt die Startseite die drei Stapel, jeweils mit 0. In der Seitenleiste findest du unter Ordnung & Vorsorge vier Seiten: Sortieren, Sammlungen für Ordnung & Vorsorge, Was mir wichtig ist und Gemeinsame Bereiche.
Zu genau diesem Ablauf gibt es ein Video in der Hilfe. Du findest es auf der Seite Loslassen-Bilanz. Es heißt „Ordnung & Vorsorge mit OWNAMIC“ und dauert gut drei Minuten. Es zeigt Einrichten, Sortieren und Weitergeben an einem Kleiderschrank.
Schritt 2: Im Keller anfangen und die großen Gegenstände erfassen
Sortieren kannst du nur, was erfasst ist. Fang dort an, wo wenig Erinnerung hängt und viel Platz frei wird.
- Tippe auf Plus und Bild/Video.
- Für einen ganzen Raum nimmst du eine Videoaufnahme. Du schwenkst langsam durch den Keller. OWNY wertet die ersten 30 Sekunden aus und nimmt daraus bis zu 24 Bilder.
- Für Regale und Kisten nimmst du eine Fotoserie. Das sind bis zu fünf Bilder mit vielen Objekten. Ein Foto pro Regalbrett genügt.
- Willst du dir einen Gegenstand genauer ansehen, etwa ein altes Möbelstück? Dann fotografierst du ihn mit Detailaufnahmen von mehreren Seiten.
- Tippe auf Analysieren. OWNY listet die Funde. Lösch, was nicht passt, und korrigiere die Namen.
- Tippe in den Funden auf die Zeile, die das Ziel nennt. Wähle den Raum Keller. Fehlt ein passender Ort, legst du ihn mit Neue Sammlung an, z. B. „Kellerregal links“. Bestätige mit Erstellen & Verknüpfen.
- Speichern.
Du musst nicht jede Schraube erfassen. Eine Kiste „Werkzeug Kleinteile“ als ein Objekt reicht.
Kosten: Was du von Hand eingibst, ist kostenlos. Erkannte Objekte verbrauchen KI-Guthaben. Das ist ein Punkt pro Objekt, mit Marktrecherche fünf. Bei Gegenständen, die sowieso weggehen, reicht oft die Erfassung ohne Marktrecherche. Wie viel Guthaben dein Tarif enthält, steht auf der Preisseite.
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Schritt 3: Einen Gegenstand nach dem anderen sortieren
Auf der Startseite von Ordnung & Vorsorge liegt jetzt eine Karte: Als Nächstes in Keller. Darunter stehen Foto und Name. Dazu steht, wie viele Gegenstände noch offen sind. Hat ein Gegenstand schon eine Schätzung, steht sie unter dem Foto. Das hilft bei der Frage, ob sich ein Verkauf lohnt.
- Am Rechner entscheidest du mit Behalten, Verkaufen oder Verschenken oder Entsorgen.
- Am Handy wischst du. Nach links heißt behalten. Nach oben heißt verkaufen oder verschenken. Nach rechts heißt entsorgen. Mit Mit Tasten entscheiden schaltest du auf die Tasten um.
- Noch unsicher, später schiebt einen Gegenstand nach hinten. Dabei wird nichts gespeichert.
Die Seite Sortieren zeigt dieselbe Karte. Dazu kommt die Frage Bei welcher Sammlung sortierst du aus? Darunter stehen alle Räume und Sammlungen, in denen noch etwas offen ist. Ist ein Raum fertig, markierst du ihn mit Sammlung abschließen.
Zwei Punkte solltest du wissen:
- Nichts verschwindet von seinem Platz. Eine Entscheidung verknüpft den Gegenstand zusätzlich mit einem der drei Stapel. Der Werkzeugkasten bleibt im Keller. Er steht aber auch unter „Verkaufen oder Verschenken“.
- Du kannst Entscheidungen zurücknehmen. Unter Sammlungen für Ordnung & Vorsorge steht neben jedem Gegenstand Entscheidung zurücknehmen.
Stell dir bei jedem Gegenstand Magnussons Frage: Wird jemand glücklicher, wenn ich das aufhebe? Und sei streng mit „Noch unsicher“. Ein paar Stücke dürfen warten, ein halber Keller nicht. Ein Raum pro Wochenende ist ein gutes Tempo.
Schritt 4: Festhalten, für wen etwas gedacht ist
Unter der Sortierkarte steht das Feld Gedacht für. Hier trägst du den Namen aus deinem Familiengespräch ein, etwa „Lena“. OWNAMIC speichert ihn, sobald du das Feld verlässt. Beim nächsten Gegenstand schlägt es die Namen vor, die du schon benutzt hast.
- Bei Gegenständen unter Verkaufen oder Verschenken zeigt die Startseite dann schon zugesagt. So siehst du, was einen Abnehmer hat und was noch nicht.
- Dasselbe Feld findest du am Objekt auf der Unterseite Sprachnachrichten. Dort steht die Frage Wer soll es bekommen, nutzen oder sich darum kümmern?
- Am Objekt steht unter dem Feld: Ein persönlicher Wunsch, kein Testament. Das gilt wörtlich.
Was jemand jetzt schon haben möchte, gibst du jetzt weiter. Öffne die Seite Sammlungen für Ordnung & Vorsorge. Dort hat jeder Gegenstand im Stapel „Verkaufen oder Verschenken“ den Knopf Übertragen. Du gibst die E-Mail-Adresse der Person an. Dann bekommst du einen Link, den du selbst verschickst. OWNAMIC schreibt niemanden von sich aus an. Erst wenn die Person annimmt, wechselt der Gegenstand den Besitzer. Bilder, Dateien, Ereignisse und Bewertungen gehen mit. Eine angenommene Übertragung lässt sich nicht rückgängig machen. Bis dahin steht die Anfrage als ausstehend am Objekt.
Schritt 5: Verkaufen, verschenken, entsorgen und festhalten
Öffne Sammlungen für Ordnung & Vorsorge. Die Seite zeigt die drei Stapel. Darüber steht die Loslassen-Bilanz.
Verkaufen oder Verschenken. Neben jedem Gegenstand stehen Verkauft, Verschenkt, Gespendet und Übertragen. So hältst du einen Verkauf fest:
- Trag den Preis ein und tippe auf Weiter.
- Das Datum ist auf heute gesetzt. Tippe auf Speichern und Fertig.
Danach steht in der Zeile „✓ Verkauft“ mit Datum.
Entsorgen. Neben jedem Gegenstand steht Entsorgt. Über dem Stapel legst du mit Termin für Abholung einen Termin an. Das kann die Abholung vom Sperrmüll sein oder die Fahrt zum Wertstoffhof. Der Wertstoffhof ist der Sammelplatz deiner Stadt für Sperriges, Elektroschrott und andere Abfälle. Die Startseite zeigt den Termin dann unter dem Stapel. Beim Entsorgen selbst hilft dir die Kommune:
- Elektrogeräte gehören nicht in den Restmüll. Am Wertstoffhof gibst du sie kostenlos ab. Kleine Geräte unter 25 cm nehmen auch große Händler zurück, ohne dass du etwas Neues kaufst. Das regelt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG).
- Tragbare Kleidung kommt in die Altkleidersammlung. Stark Verschmutztes oder Kaputtes gehört weiter in den Restmüll. Das sagt die Verbraucherzentrale Hamburg.
- Sperrmüll holen viele Kommunen ab, teils gegen Gebühr.
Die Loslassen-Bilanz zählt, was schon gegangen ist. Sie zeigt Losgelassen insgesamt und getrennt nach Verkauft, Verschenkt, Gespendet und Entsorgt. Dazu kommt der Gesamterlös der Verkäufe. Fehlt bei einem Verkauf der Preis, steht ein Sternchen am Erlös. Der Erlös ist dann mindestens so hoch. Die Bilanz rechnet mit deinen Einträgen, nicht mit deinem Konto. Sie zeigt, dass sich etwas bewegt, auch wenn der Keller noch voll aussieht.
Schritt 6: Was bleibt, bekommt eine Geschichte
Die drei Stapel sortieren, was geht. Für das, was bleibt, gibt es die Seite Was mir wichtig ist. Sie listet alles aus Behalten.
- Öffne Was mir wichtig ist. Oben steht, wie viele Gegenstände schon eine Geschichte haben, z. B. „3 von 12 mit Geschichte“.
- Wähle den Filter Ohne Geschichte.
- Schreib unter Seine Geschichte zwei, drei Sätze. Woher kommt es, von wem, zu welchem Anlass? Was bedeutet es dir?
- Trag unter Gedacht für einen Namen ein, falls du einen hast.
- Speichern.
Nicht jeder Gegenstand braucht eine Geschichte. Es geht um die zwanzig, dreißig Stücke, die dir fehlen würden. Bei ihnen täte es weh, wenn sie im Container landen.
Manches erzählt sich leichter, als es sich schreibt. Öffne das Objekt und geh auf die Unterseite Sprachnachrichten. Tippe auf Aufnahme starten. Dreißig Sekunden deiner Stimme sagen oft mehr als ein Absatz. Willst du eine Erinnerung mit Datum festhalten? Das kann etwa die Feier sein, zu der es das Geschenk gab. Dann legst du am Objekt mit Ereignis hinzufügen ein Besonderes Ereignis an. Häng ein Foto daran.
Schritt 7: Fotos, Briefe und die Wegwerfbox zum Schluss
Keller, Schränke und Wohnräume sind geschafft. Jetzt kommen die Erinnerungen. Sie dauern am längsten und rühren am meisten auf. Deshalb stehen sie am Ende.
Fotos und Briefe. Magnusson rät, Fotos auszudünnen. Die wichtigen digitalisierst du, die Abzüge gibst du an die Familie. In OWNAMIC legst du ein Album oder einen Briefstapel als ein Objekt an, etwa „Fotoalbum Italien 1978“. Am Objekt lädst du mit Datei hochladen ein paar Scans hoch. Stimmt der vorgeschlagene Typ nicht, korrigierst du ihn mit Typ ändern, etwa auf Objektfoto. Unter Beschreibung schreibst du, wer darauf zu sehen ist. Gerade dieses Wissen geht oft als Erstes verloren. Ein Fotoarchiv ersetzt OWNAMIC nicht. Hunderte Bilder gehören auf einen Datenträger, den die Familie kennt.
Die Wegwerfbox. Ihr Inhalt ist privat. Er gehört gerade nicht in eine Inventarliste. Erfasse nur die Box selbst:
- Tippe auf Plus → Manuell.
- Gib den Namen „Wegwerfbox“ ein.
- Füge ein Foto der beschrifteten Schachtel hinzu und notiere ihren Ort.
- Sortier sie unter Behalten ein.
- Schreib unter Seine Geschichte z. B.: „Nach meinem Tod bitte ungeöffnet entsorgen.“
So weiß die Familie, dass es die Box gibt und wo sie steht. Sie weiß auch, was du dir wünschst. Hineinsehen muss niemand.
Schritt 8: Die Familie einbeziehen
Was du festgehalten hast, nützt nur, wenn es die richtigen Menschen erreicht. Zwei Wege ergänzen sich.
Ein Gemeinsamer Bereich für den kleinen Kreis. Die Familie sieht schon zu Lebzeiten, was da ist.
- Wähle in der Seitenleiste Gemeinsame Bereiche, dann Neuer Bereich.
- Trag unter Name z. B. „Ordnung & Vorsorge für meine Liebsten“ ein. Schalte „Gedacht für“ teilen und Sprachnachrichten teilen ein, wenn die Familie beides sehen soll. Tippe auf Weiter.
- Mit Sammlung bringst du Sammlungen ein, etwa „Behalten“ und die Räume. Tippe auf Weiter.
- Trag eine E-Mail-Adresse ein und tippe auf Einladen. Dann tippst du auf Nachricht kopieren und verschickst sie selbst. OWNAMIC verschickt keine E-Mail.
- Fertig, dann Zum Bereich.
Eingebrachte Objekte bleiben dein Eigentum. Mitglieder können nur lesen. Dokumente, Belege und die Objekthistorie werden in einem Gemeinsamen Bereich nie angezeigt. Ein Bereich fasst höchstens fünf Personen, dich eingeschlossen. Einladungen verfallen nach 14 Tagen. Wie Familien so einen Bereich nutzen, steht in Hausrat aufteilen: Erbengemeinschaft, Familie, Nachbarschaft. Das gilt auch für Erbengemeinschaften, also mehrere Erben, die gemeinsam erben.
Die Sammlungsakte zum Ausdrucken. Ein Gemeinsamer Bereich zeigt Bild und Beschreibung. Wenn du es freigibst, zeigt er auch Sprachnachrichten und „Gedacht für“. Die Geschichte aus „Was mir wichtig ist“ zeigt er nicht. Die steht in der Sammlungsakte:
- Öffne die Sammlung Behalten.
- Exportieren → Dieses Objekt und alle Unterobjekte → Als PDF exportieren.
- Als Typ Sammlungsakte wählen.
Die Akte beginnt mit einem Deckblatt. Es nennt alle Stücke und was bei jedem noch fehlt. Danach folgt pro Stück die Geschichte und „Gedacht für“. Dabei steht der Hinweis, dass es kein Testament ist. Willst du Fotos und Belege dazu? Dann erstellst du unter Meine Dokumente → Neuer Export ein ZIP. Unter Art des Berichts wählst du die Sammlungsakte. Druck die Akte aus. Leg sie zu deinen Unterlagen, dort, wo die Familie sie findet.
Typische Stolperstellen
- Mit den Fotos anfangen. Dann sitzt du nach drei Stunden vor einem Album und hast nichts sortiert.
- Alles erfassen wollen. Für Döstädning brauchst du kein lückenloses Inventar.
- Für andere aufheben, die es nicht wollen. Frag nach, statt „vielleicht braucht es mal jemand“ zu denken.
Was OWNAMIC dabei nicht tut
- OWNAMIC entscheidet nicht für dich. OWNY erkennt, was auf einem Foto ist. Ob du es behältst oder loslässt, steht in keinem Foto.
- OWNAMIC ersetzt kein Testament. „Gedacht für“ ist ein Wunsch. Ein eigenhändiges Testament musst du ganz selbst von Hand schreiben und unterschreiben (§ 2247 Bürgerliches Gesetzbuch, BGB).
- OWNAMIC verkauft nichts. Es hält fest, was verkauft wurde und zu welchem Preis. Die Verkaufsplattform und die Abholung organisierst du selbst.
- Eine KI-Schätzung ist kein Gutachten. Bei Schmuck, Kunst und Antiquitäten lohnt vor dem Verkauf ein Blick von Fachleuten.
- OWNAMIC verwaltet keine Passwörter und kein digitales Erbe. Zugänge und Konten regelst du getrennt.
Checkliste zum Mitnehmen
- Mit der Familie gesprochen: Wer will was, was will niemand?
- Reihenfolge der Räume festgelegt, Fotos und Briefe ans Ende gesetzt
- Edition Ordnung & Vorsorge gewählt, Vorlagen „Ordnung & Vorsorge“ und „Zuhause“ angelegt
- Keller, Dachboden und Abstellraum im Zuhause ergänzt, nicht unter den drei Stapeln
- Keller per Videoaufnahme und Fotoserie erfasst
- Einen Gegenstand nach dem anderen sortiert, „Noch unsicher“ nur sparsam genutzt
- Namen unter „Gedacht für“ eingetragen, Zugesagtes übergeben oder übertragen
- Verkäufe, Geschenke, Spenden und Entsorgungen festgehalten, Abholtermin angelegt
- Die wichtigsten Stücke in „Was mir wichtig ist“ mit Geschichte versehen, einige mit Sprachnachricht
- Fotos ausgedünnt, Alben mit Beschreibung erfasst, Wegwerfbox beschriftet und vermerkt
- Gemeinsamen Bereich angelegt und eingeladen
- Sammlungsakte als PDF erstellt und bei den Unterlagen abgelegt
Weiterlesen: Döstädning: zu Lebzeiten entscheiden, was bleibt · Warum fällt Loslassen so schwer · Ausmisten für den Winter · Mit gutem Gewissen loslassen · Festhalten, wem was zugedacht ist
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Quellen
- Margareta Magnusson: The Gentle Art of Swedish Death Cleaning (2017), deutsche Ausgabe Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen (2018), Buchseite der Autorin: https://www.margaretamagnusson.com/books/swedish-death-cleaning
- Wikipedia: Schwedische Todesreinigung (Begriff, Buch, Rezeption): https://de.wikipedia.org/wiki/Schwedische_Todesreinigung
- Scripps News: Swedish death cleaning – mit großen Gegenständen und Kleidung anfangen, nicht mit Fotos: https://www.wmar2news.com/swedish-death-cleaning-declutter-your-life/
- Shelf Awareness: Buchbesprechung (Fotos und Briefe digitalisieren, Abzüge an die Familie): https://www.shelf-awareness.com/readers/2018-02-06/the_gentle_art_of_swedish_death_cleaning:_how_to_free_yourself_and_your_family_from_a_lifetime_of_clutter.html
- SuperSummary: Zusammenfassung des Buchs (Wegwerfbox): https://www.supersummary.com/the-gentle-art-of-swedish-death-cleaning/summary/
- Fox News: Swedish death cleaning (Leitfrage „Will anyone be happier if I save this?“): https://www.foxnews.com/lifestyle/swedish-death-cleaning-is-the-morbid-new-decluttering-trend.amp
- Verbraucherzentrale Hamburg: Verwirrung um Getrenntsammlungspflicht für Altkleider: https://www.vzhh.de/presse/verwirrung-um-getrenntsammlungspflicht-fuer-altkleider
- Stiftung Warentest: FAQ Elektroschrott – so entsorgen Sie alte Elektrogeräte korrekt: https://www.test.de/FAQ-Elektroschrott-So-entsorgen-Sie-alte-Elektrogeraete-korrekt-5074797-0/
- § 2247 BGB (eigenhändiges Testament): https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2247.html
Regeln für Sperrmüll, Altkleider und Elektrogeräte unterscheiden sich je nach Kommune. Maßgeblich sind die Angaben deines örtlichen Entsorgers.